Rupert Heider

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Inschrift:

HIER WOHNTE
RUPERT HEIDER
JG. 1908
ZEUGE JEHOVAS

VERHAFTET UND VERURTEILT 1940
WEHRDIENSTVERWEIGERUNG
HINGERICHTET 15.06.1940
BERLIN-PLÖTZENSEE

 

Rupert Heider
Geboren am 16.9.1908 in Anger bei Weiz in eine Tagelöhner-Familie. Bis Mitte der 1930er Jahre lebte und arbeitete Rupert Heider dort als Hilfsarbeiter. Als er etwa in dieser Zeit mit den Zeugen Jehovas in Kontakt kam, aus der katholischen Kirche austrat und selbst Zeuge Jehovas wurde, warf ihn sein Bruder aus dem Haus. Ab September 1938 lebte er in Graz in einer „Notwohnsiedlung“ am Karlauergürtel 20a (heute Nr. 24, Möbelhaus „Lutz“).
Rupert Heider kümmerte sich in religiöser Hinsicht um zahlreiche Menschen aus seinem Umfeld und kam in Kontakt mit einigen anderen Gruppen der Zeugen Jehovas.
Am 27.2.1940 wurde er vom Reichkriegsgericht wegen „Zersetzung der Wehrkraft und Eidesverweigerung“ (wohl wegen Wehrdienstverweigerung) angeklagt, am 18.4.1940 zum Tode verurteilt, am 13.6.1940 in das Zuchthaus Berlin-Plötzensee eingeliefert und dort zwei Tage danach im Alter von 32 Jahren durch Enthauptung hingerichtet.

ZeugInnen Jehovas



Rupert Heider

Karlauergürtel 24 (beim Möbelhaus "Lutz")