Helene Schkolnik (Schreier)

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Helene Schreier, geb. Schkolnik, geb. am 22.10.1902, Kaufmannsgattin, Tochter von Aron Schkolnik und Rebekka Schkolnik

verheiratet mit

Jakob Schreier (Szreier), geb. 9.8.1900 in Zagwozdz, Bezirk Stanislau, Polen/Galizien (heute Iwano-Frankiwsk in der West-Ukraine), Bruder von Helenes Stiefmutter Chane Beile, geb. Szreier;

Sohn Erich Schreier, geb. 12.4.1928

 

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Helene SCHREIER (Szreier), geb. Schkolnik, war die ältere der beiden Töchter von Aron Schkolnik und seiner ersten Frau Rebekka Schkolnik und wurde am 22. Oktober 1902 geboren. Über ihre Kindheit und Jugend konnte bisher erst wenig ausfindig gemacht werden, aber im Jahr 26. März 1922 heiratete sie Jakob Szreier (Schreier), den Bruder Ihrer Stiefmutter Chane Beile, geb. Szreier.

Helene Schkolnik bei einer Familienfeier (Ausschnitt, Familienarchiv)

Helene Schkolnik bei einer Familienfeier (Ausschnitt, Familienarchiv)

 

Helene und Jakob Schreier in Tel Aviv (Ausschnitt, Familienarchiv)

Helene und Jakob Schreier in Tel Aviv (Ausschnitt, Familienarchiv)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jakob SCHREIER (vormals auch „Szreier“) wurde am 9. August 1900 in Zagwozdz, Bezirk Stanislau, Polen/Galizien (heute Iwano-Frankiwsk in der West-Ukraine) geboren. Wie seine Schwester Chane Beile war er das Kind von Sara Szreier recte Hönigsberg und Elias Silber und hatte neun Geschwister: Hersch: *1890, Chane *1892, Zozia, *1895, Bernhard, *1896, Wolf, *1898, Jakob, der spätere Ehemann von Stieftochter Helene, *1900, Asriel Sigmund, der spätere Ehemann von Stieftochter Margarete *1903, Rosa und Hela, *1905 und Oskar, *1918. (Quelle: Viktoria Kumar: In Graz und andernorts, Lebenswege vertriebener Jüdinnen und Juden, Graz: Clio 2013.)

In den Matriken der Jüdischen Gemeinde bzw. im sog. Judenkataster finden sich zum Teil andere Familiennamen (Szreier“) als in anderen Dokumenten und Akten („Szreier-Silber“, „Silber“). Der Grund liegt darin, dass nicht immer der Familienname des Vaters Elias SILBER verwendet wurde, sondern – aufgrund der Entscheidung des Rabbinats bezüglich (Nicht-)Anerkennung der nicht auch rituell geschlossenen Ehe – häufiger der Familienname der Mutter: Sara SZREIER oder Schreier.

Auch über Jakob Schreier war bislang noch nicht viel zu erfahren, lediglich, dass er 1938 vom Bezirksgericht Wiener Neustadt „zur Ausforschung beschrieben“ worden ist: „

Helene und Jakob Schreier konnten 1939 ins damalige Palästina flüchten und lebten wie auch andere Familienmitglieder auch nach dem Krieg in Tel Aviv.

Helenes und Jakobs Sohn Erich (geb. am 12. April 1928) konnte wie auch seine Eltern nach Palästina/Israel flüchten, war im Krieg dort in der Armee, kam später nach Graz zurück und heiratete dort. Mit seiner Frau ist er später nach Kanada ausgewandert und mittlerweile dort verstorben.

Aron ("Adolf"), Chane Beile Schkolnik, geb. Szreier; Helene Schreier geb. Schkolnik, Jakob Schreier, Erich Schreier; Margarethe Silber geb. Schkolnik, Asriel Sigmund Silber, Erika Silber, verh. Gruenzweig, Gertrud (Trude) Silber, verh. Tepperberg, (c) Alexander Danner

Aron („Adolf“), Chane Beile Schkolnik, geb. Szreier;
Helene Schreier geb. Schkolnik, Jakob Schreier, Erich Schreier;
Margarethe Silber geb. Schkolnik, Asriel Sigmund Silber, Erika Silber, verh. Gruenzweig, Gertrud (Trude) Silber, verh. Tepperberg, (c) Alexander Danner

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Stolpersteine-Verlegung am 29. Juni 2018, Fotos: Alexander Danner

Stolpersteine-Verlegung am 29. Juni 2018, Fotos: Alexander Danner

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