Verein

Der “Verein für Gedenkkultur in Graz“ setzt sich für die Förderung der Gedenkkultur in Graz ein, insbesondere die Förderung des sichtbaren und öffentlichen Gedenkens und des Erinnerns an die Opfer des Nationalsozialismus.

Aufgabe

Die erste Aufgabe ist die Umsetzung des Projekts Stolpersteine in Graz vom Kölner Künstler Gunter Demnig: http://www.stolpersteine.com/  Wie in vielen anderen europäischen Städten soll auch in Graz den Opfern des Nationalsozialismus durch die “Stolpersteine” gedacht werden.

Allgemeine Ziele

Der “Verein für Gedenkkultur in Graz“ setzt sich für die Förderung
der Gedenkkultur in Graz ein, insbesondere die Förderung des sichtbaren und öffentlichen Gedenkens und des Erinnerns an die Opfer des Nationalsozialismus.

Wirkungsfelder des Vereins

  • Wissenschaftliche Tätigkeit zum Thema Opfer des NS-Regimes
  • Veranstaltungen zum Thema
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Vermittlungsprogramm
  • Vernetzung mit anderen Gruppen, mit Vereinen, Initiativen und Schulprojekten, die sich für Gedenkkultur engagieren
  • Mitarbeit bei der Konzipierung und Umsetzung von öffentlichen Gedenkeinrichtungen und -projekten

Allgemeine Informationen

Die Mitglieder des Vereins (Anm.: derzeit: Interessierte Einzelpersonen, VertreterInnen aus Israelitischer Kultusgemeinde, evangelischer und katholischer Kirche, Zeugen Jehovas, Opferverbänden, GemeinderatsvertreterInnen (Grüne, SPÖ, KPÖ, ÖVP), HistorikerInnen) gliedern sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder. Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen. Außerordentliche Mitglieder sind solche, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines erhöhten Mitgliedsbeitrags fördern. Ehrenmitglieder sind Personen, die hiezu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.

Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen, die die Vereinsziele teilen, sowie juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften werden.
  2. Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
  3. Bis zur Entstehung des Vereins erfolgt die vorläufige Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern durch die Vereinsgründer, im Fall eines bereits bestellten Vorstands durch diesen. Diese Mitgliedschaft wird erst mit Entstehung des Vereins wirksam. Wird ein Vorstand erst nach Entstehung des Vereins bestellt, erfolgt auch die (definitive) Aufnahme ordentlicher und außerordentlicher Mitglieder bis dahin durch die Gründer des Vereins.
  4. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstands durch die Generalversammlung.

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Aktiv mitwirken

Das Projekt Stolpersteine lebt auch sehr stark davon, dass sich einzelne Menschen, denen Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus ein Anliegen ist, selbst einbringen, so etwa:

  • durch Nennung von Menschen, derer mit einem Stolperstein gedacht werden soll (etwa Opfer aus dem eigenen (familiären) Umfeld oder der eigenen Wohn- oder Arbeitsstätte),
  • durch Übernahme einer Patenschaft für einen Stolperstein (symbolische Patenschaft und Übernahme der derzeit € 120,– Material- und Herstellungskosten),
  • durch aktive Mitarbeit beim Trägerverein oder
  • durch fördernde Mitgliedschaft bzw. Spenden, die z.B. als Kostenbeteiligung an der Herstellung der Steine, als Unterstützung der Recherchearbeiten, für die Vorbereitung und Durchführung von Gedenkveranstaltungen oder auch von speziellen Veranstaltungen für Jugendliche dienen können.

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Vorstand

Daniela Grabe, Obfrau
Studium Geschichte und Germanistik, später Studium Wirtschaftsinformatik, seit 1998 neben anderen beruflichen Tätigkeiten mit Aufarbeitung der NS-Geschichte befasst, 2003-2017 Gemeinderätin der Grünen in Graz, Hauptberuf: „Product Manager“ bei einem internationalen Software-Entwickler; Vereinsleitung, Verlegungen, Unterstützung bei Archiv-Recherchen

Antony Scholz, Kassier
Studium Wirtschaftsingenieurwesen/Maschinenbau an der TU Graz, 33 Jahre verschiedene Tätigkeiten in der Grazer Stadtwerke AG/Holding Graz, zuletzt GVB-Direktor von 1990 bis 2009, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde Graz 2000 bis 2010, im Ruhestand

Alexander Baldele, Kassier-Stellvertreter
Masterstudium Medien und Design, beruflich seit über 10 Jahren tätig als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen, Gedenkdienst am Montréal Holocaust Memorial Museum

David Kriebernegg, Obfrau-Stellvertreter
Archiv-Recherchen, organisatorische Unterstützung, Ausarbeitung von Gedenkspaziergängen für Erwachsenen-Gruppen. Studium der Geschichte, Volkskunde/Kulturanthropologie und Philosophie in Graz

Margarethe Makovec
(Co-)Leiterin von < rotor >, Zentrum für zeitgenössische Kunst

Thomas Stoppacher
Historiker, angestellt am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz und bei CLIO – Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit. Forschungsschwerpunkte Antisemitismusforschung und Jüdische Geschichte.​

Ruth Kathrin Lauppert-Scholz, Projektmitarbeiterin
Studium der Soziologie, Lehr- und Forschungstätigkeiten im Bereich der Religionssoziologie, Bildungsangebote zum Thema jüdische Kultur, Tradition, Geschichte und Religion