Othmas Schrauhser

PDF ausdrucken

Othmar Schraußer / Schrauhser[1] (26.10.1906 Edelsbach – 2.12.1942 Wien), Hauptschullehrer in Graz-Webling und als solcher ab 1926 auch Mitglied der SPÖ sowie des sozialdemokratischen Lehrerbundes. Ab 1931 war Schraußer Mitglied der KPÖ.

1936 folgte die vorübergehende Inhaftierung „wegen Verdachts kommunistischer Betätigung“, 1939 wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ die Zwangsversetzung in den Ruhestand, welche jedoch im Jänner 1940 aufgrund des vorherrschenden Mangels an Lehrkräften wieder aufgehoben wurde.

Während der NS-Diktatur vernetzte sich Schraußer mit anderen kommunistischen Widerstandskämpfern, und versorgte die Widerstandszelle mit „kommunistischen Schriften“ und halb bei deren Verbreitung, wie es in der Urteilsbegründung heißt.[2]

Er wurde gemeinsam mit Jakob Doff, Kajetan Wachter und Friedrich Drobesch wegen „hochverräterischer Bestrebungen“, „die auf den gewaltsamen Sturz der nationalsozialistischen Staatsführung“ abzielten, verurteilt. Die Hinrichtung erfolgte am 2.12.1942 am Landesgericht I in Wien.

 

Biografie: Michael Hammer

[1] Anm. D. Grabe: Es gibt unterschiedliche Schreibweisen des Namens, u.a. da das „scharfe s“: ß in der damaligen Kurrent- bzw. Frakturschrift z.T. als „sh“ geschrieben wurde. Ebenso wurde der Vorname z.T. mit h, z.T. ohne h geschrieben. nachdem sich in den Landesarchiv-Unterlagen einerseits ein eigenhändig unterschriebenes Dokument von O. Schrauhser mit der „hs“-Schreibweise findet, andererseits auch einige Dokumente seiner Witwe Elisabeth, haben wir uns entschieden, den Namen auf der Stolpersteine-Inschrift ebenso zu schreiben.

[2] DÖW, Akt 19.793/21, digital verfügbar unter: http://www.doew.at/cms/download/30c28/19793_21_0001.pdf [09.09.2019].

WiderstandskämpferInnen



VERBUNDENE GEDENKSTEINE

Valeska Türner
Richard Zach
Richard Zach

Othmas Schrauhser

Theodor-Körner-Straße 42